{"id":160,"date":"2016-02-08T22:44:52","date_gmt":"2016-02-08T20:44:52","guid":{"rendered":"http:\/\/weltladen-stpoelten.at\/?page_id=160"},"modified":"2016-02-21T14:47:08","modified_gmt":"2016-02-21T12:47:08","slug":"fairer-handel","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/weltladen-stpoelten.at\/?page_id=160","title":{"rendered":"Fairer Handel"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-241 alignleft\" src=\"http:\/\/weltladen-stpoelten.at\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Bildleiste-Fairer-Handel-1-e1455744137913.jpg\" alt=\"Bildleiste Fairer Handel-1\" width=\"300\" height=\"3635\" \/>Weltl\u00e4den entstanden in \u00d6sterreich als Reaktion auf die systematische Benachteiligung der sogenannten &#8222;Dritten Welt&#8220; durch die internationalen Handelsstrukturen. Den L\u00e4ndern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gehen dadurch j\u00e4hrlich mehr als 500 Milliarden Dollar verloren. Die Antwort der Weltl\u00e4den ist Fairer Handel.<\/p>\n<p>Was das hei\u00dft, ist rasch erkl\u00e4rt: <span style=\"color: #c1001f;\">Hinter jedem Produkt stehen <\/span><span style=\"color: #c1001f;\">Menschen. Diese Menschen und ihre Bed\u00fcrfnisse stehen im Mittelpunkt des Fairen Handels.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #c1001f;\">Definition des Fairen Handels nach FINE<\/span><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/FINE\" target=\"_blank\">FINE<\/a> &#8211; ein zwangloser Zusammenschluss von vier internationalen Organisationen des Fairen Handels &#8211; definiert Fairen Handel folgenderma\u00dfen: Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht. Er leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, indem er bessere Handelsbedingungen bietet und die Rechte benachteiligter ProduzentInnen und ArbeiterInnen &#8211; speziell in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens &#8211; sichert. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gest\u00e4rkt durch VerbraucherInnen) aktiv f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der ParnterInnen, f\u00fcr Bewusstseinsbildung und Kampagnenarbeit, um die Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #c1001f;\">Zehn Kriterien des Fairen Handels der WFTO<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Um gemeinsam einen Beitrag zu Armuts\u00adbe\u00adk\u00e4mp\u00adfung und zu nach\u00adhaltiger Wirt\u00adschafts\u00adent\u00adwick\u00adlung zu leisten, haben sich mehr als 450 Or\u00adga\u00adni\u00adsa\u00adti\u00adon\u00aden zur World Fair Trade Orga\u00adni\u00adza\u00adtion (WFTO) zu\u00adsam\u00admen\u00adgeschlossen. Die WFTO z\u00e4hlt sowohl Pro\u00addu\u00adzen\u00adtInnen als auch Im\u00adpor\u00adteure und H\u00e4ndlerInnen zu ihren Mitgliedern. Sie decken damit die gesamte Wert\u00adsch\u00f6p\u00adfungs\u00adkette des Fairen Handels ab. Die zehn WFTO-Prinzipien f\u00fcr Fairen Handel lauten:<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>1. Chancen:<\/strong><\/span> Fairer Handel soll Chancen f\u00fcr ProduzentInnen schaffen, die wirtschaftlich benachteiligt sind oder vom bestehenden Handels\u00adsystem an den Rand gedr\u00e4ngt werden. Fairer Handel ist eine Strategie zur Armuts\u00adbek\u00e4mpfung und Einkommens\u00adsicherung und zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Ent\u00adwick\u00adlung.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>2. Trans\u00adpa\u00adrenz und Verantwortlichkeit:<\/strong><\/span> Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung muss trans\u00adpa\u00adrent und der Umgang mit den HandelspartnerInnen fair und res\u00adpekt\u00advoll sein. Mitglieder, Er\u00adzeu\u00adgerInnen und An\u00adge\u00adstellte werden in Ent\u00adschei\u00addungs\u00adprozesse der WFTO ein\u00adge\u00adbun\u00adden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>3. Gesch\u00e4ftsbeziehungen: <\/strong><\/span>Fairer Handel dient nicht der Gewinnmaximierung. Die Gesch\u00e4ftsbeziehungen sollen auf Vertrauen und Solidarit\u00e4t basieren. Die K\u00e4uferInnen leisten bei Bedarf Vor\u00adaus\u00adzah\u00adlungen, um die ProduzentInnen vor Verschuldung zu bewahren. Langfristige Lieferbeziehungen und Abnahmevertr\u00e4ge gew\u00e4hrleisten den ProduzentInnen ein sicheres Einkommen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>4. Faire Preise:<\/strong><\/span> Der Preis f\u00fcr die Ware wird zwischen den Handels\u00adpart\u00adnerInnen ge\u00admein\u00adsam fest\u00adgelegt. Die Bezahlung muss von der Produzentin\/vom Produzenten als fair und sozial\u00adver\u00adtr\u00e4g\u00adlich bewertet werden. Die Or\u00adga\u00adni\u00adsa\u00adti\u00adon\u00aden des Fairen Handels vermitteln den Pro\u00addu\u00adzentInnen die n\u00f6tigen Kennt\u00adnisse, um den Preis selbstst\u00e4ndig aushandeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>5. Kinder- und Zwangsarbeit:<\/strong><\/span> Die WFTO-Mitglieder respektieren die UN-Kinder\u00adrechts\u00adkonvention. Sie gew\u00e4hrleisten, dass in der Produktion keine ZwangsarbeiterInnen eingesetzt werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>6. Diskriminierungsverbot, Gleichstellung der Geschlechter und Vereinigungsfreiheit:<\/strong><\/span> Im Fairen Handel gilt, dass niemand aufgrund seines Geschlechts, seiner Rasse, Herkunft, Religion, politischen Ge\u00adsin\u00adnung oder sexuellen Orientierung oder aufgrund einer Behinderung oder HIV-Infektion be\u00adnach\u00adteiligt werden darf. Frauen werden ermutigt, sich auf freie Stellen und F\u00fchrungs\u00adpo\u00adsi\u00adtio\u00adnen zu bewerben. Das Recht aller An\u00adge\u00adstell\u00adten und ArbeiterInnen, sich gewerk\u00adschaft\u00adlich zu organisieren, wird respektiert.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>7. Arbeitsbedingungen:<\/strong><\/span> Das Arbeitsumfeld muss sicher und gesund\u00adheits\u00advertr\u00e4glich sein. Es muss mindestens den lokalen gesetzlichen Anforderungen und den Konventionen der In\u00adter\u00adna\u00adti\u00ado\u00adnalen Arbeits\u00adorganisation (ILO) gen\u00fcgen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>8. Organisationsentwicklung und Personalschulung:<\/strong><\/span> Fairer Handel soll vor allem kleine, benachteiligte ProduzentInnen f\u00f6rdern und un\u00adab\u00adh\u00e4ngiger machen. Er soll helfen, ihre Qualifikation zu verbessern, damit sie sich auf dem Markt behaupten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>9. \u00d6ffentlichkeitsarbeit:<\/strong><\/span> Die Or\u00adga\u00adni\u00adsa\u00adti\u00adon\u00aden des Fairen Handels setzen sich \u00f6ffentlich f\u00fcr einen gerechten Welthandel ein. Sie schaffen ein Bewusstsein f\u00fcr die Ziele des Fairen Handels und versorgen die VerbraucherInnen mit umfassenden Informationen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c1001f;\"><strong>10. Um\u00adwelt\u00adschutz: <\/strong><\/span>Die Herstellung fair gehandelter Produkte soll die Umwelt so wenig wie m\u00f6glich belasten. Angestrebt werden die nach\u00adhal\u00adtige Be\u00adwirtschaftung der Ressourcen, die Nutzung erneuer\u00adbarer Energien, eine weitest gehende Abfall\u00advermeidung und ein geringer Pestizid\u00adeinsatz. Produkte aus \u00f6kologischer Land\u00adwirt\u00adschaft werden bevorzugt in den Handel aufgenommen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #c1001f;\">Kontrolle:<\/span><\/strong> Die World Fair Trade Organization stellt in einem mehr\u00adstufigen Kontroll\u00adverfahren sicher, dass diese Standards eingehalten werden. Dazu m\u00fcssen sich alle WFTO-Mitglieder regelm\u00e4\u00dfig einem internen Prozess der Selbst\u00ad\u00fcber\u00adpr\u00fcfung unterziehen. Auf Basis eines umfang\u00adreichen Frage\u00adbogens m\u00fcssen sie nachweisen, dass ihre Gesch\u00e4fts\u00adt\u00e4tigkeit den zehn Prinzipien der WFTO entspricht. Diese Selbstausk\u00fcnfte werden anschlie\u00dfend von der Monitoring-Abteilung der WFTO \u00fcberpr\u00fcft. Sie gibt dem jeweiligen Mitglied eine R\u00fcckmeldung (Feedback), aus der hervorgeht, wo Handlungs\u00adbedarf besteht und welche Ver\u00adbes\u00adse\u00adrungs\u00adm\u00f6g\u00adlich\u00adkeiten bestehen.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend dazu besuchen unsere LieferantInnen die ProduzentInnengruppen, mit denen gro\u00dfteils langj\u00e4hrige Beziehungen bestehen, immer wieder, einerseits um gemeinsam Produktentwicklungen voranzutreiben, andererseits um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltl\u00e4den entstanden in \u00d6sterreich als Reaktion auf die systematische Benachteiligung der sogenannten &#8222;Dritten Welt&#8220; durch die internationalen Handelsstrukturen. Den L\u00e4ndern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gehen dadurch j\u00e4hrlich mehr als 500 Milliarden Dollar verloren. Die Antwort der Weltl\u00e4den ist Fairer Handel. Was das hei\u00dft, ist rasch erkl\u00e4rt: Hinter jedem Produkt stehen Menschen. 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